Krankheiten und Schädlinge der Bienen

Die Hauptaufgabe der Honigbiene ist die Bestäubung der Nutz- und Wildpflanzen. Aus diesem Grund sollten sie gesund und fit sein. Nur gesunde Bienenvölker können diese Aufgabe meistern. Der wichtigste Grundsatz beim halten von Bienen ist Sauberkeit und Hygiene. So können möglicher Weise Krankheiten bereits frühzeitig vermieden werden. Auch Werkzeug, wie zum Beispiel Stockmeissel und Abkehrbesen, sollte sauber gehalten werden.

Natürlich ist die Varroa der Parasit, der jedes Jahr tausende von Bienenvölker auf der ganzen Welt vernichtet. Jedoch wird auch der sich weiter verbreitende kleine Beutenkäfer zunehmend zur Gefahr.

Also: KEINE Paketbienen aus anderen Ländern, damit er den Weg nicht nach Deutschland findet.

Die Amerikanische Faulbrut, die Ruhr, Kalkbrut, die Nosema und die Tracheenmilbe bedrohen unsere dritt wichtigsten Nutztiere. Leider gehören Bienenvergiftungen durch Insektizide eine nicht unerhebliche Rolle. Immer wieder werden Berichte aus der Landwirtschaft, dem Obst- oder Weinanbau bekannt, wo tausende von Bienen immer wieder sterben. Wir alle sollten darauf achten, dass das der Vergangenheit angehört.

Die Umwelteinflüsse, sowie die Haltung von Bienen haben für die Gesundheit der Bienen einen wesentlichen Einfluß. Leider wurden oft aus Naivität und/oder Unwissenheit mit globalen Im- und Exporte dazu begetragen das sich Bienenkrankheiten, die Varroa-Milbe und der kleine Beutenkäfer weltweit verbreitet haben.

Bei Wanderungen mit den Bienenvölkern, sollten ausgewiesene Sperrbezirke durch Lokale Veterinäre gemieden und nicht angewandert werden. Einige Bienenkrankheiten, wie zum Beispiel die Amerikanische Faulbrut sind Meldepflichtig und der Imker sollte hier immer aktiv werden. Beim kauf von Bienen und/oder von Königinnen solltest du immer auf ein Gesundheitszeugnis bestehen. So kannst du einige Gefahren schon von Beginn an ausschließen. Leider gibt es auch Fälle, bei denen die Vernichtung von Beuten, Rähmchen etc. zwingend erforderlich ist.

Kleiner Beutenkäfer

Der Kleine Beutenkäfer ist in Afrika beheimatet. Von dort aus hat er sich erst in Nordamerika und anschließend in weite Teile Europas verbreitet. Bereits 2014 wurde der Befall in Italien festgestellt und hat dort bereits großen Schaden bei Bienenvölker angerichtet. Die Larven des Kleinen Beutenkäfers fressen sich durch Honig-, Pollen- und Brutwaben und zerstören nicht nur die Waben, sondern machen obendrein den Honig ungenießbar. Bestelle also bitte keine Paketbienen oder Kunstschwärme aus dem Ausland! Hat sich der Kleine Beutenkäfer erst einmal etabliert, ist eine Ausrottung fast nicht mehr möglich.

Es wird sicher immer schwieriger Bienen oder Kunstschwärme aus Deutschland zu bekommen, aber wenn Du in Deinem Imkerverein nachfragst bekommst Du sicher Hilfe und Unterstützung und bist nicht auf Bienen aus dem Ausland angewiesen.


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