Pestizide - Gift für unsere Bienen

Deutsche Umwelthilfe e.V.: "Bienensterben bedroht die biologische Vielfalt und unsere Lebensmittelversorgung: Deutsche Umwelthilfe und Sarah Wiener fordern Abkehr von der intensiver Landwirtschaft." Die Deutsche Umwelthilfe e.V. startet gemeinsam mit Köchin und Imkerin Sarah Wiener eine Protestmail-Aktion für den Schutz der Bestäuber.

Um die Bestäubung zu sichern, benötigen wir 5 Bienenvölker pro km².

Leider erreichen wir diese notwendige Dichte nicht mehr. Hielten 1990 etwa 85.000 Imker noch ungefähr 1 Million Bienenvölker, ist der Bestand auf 700.000 Bienenvölker geschrumpft. Hinzu kommt, dass im Winter 2016/17 in Deutschland 50 Prozent der Bienenvölker gestorben sind.

Durch den ungehinderten Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft hat das Bienensterben weiter zugenommen. "Rund drei Viertel der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen, Hummeln und andere Insekten angewiesen. Laut Greenpeace-Report hat sich die Situation dieser Tiere trotz eines EU-Gesetzes aus dem

Jahr 2013 zum eingeschränkten Einsatz von Neonicotinoiden verschlimmert. Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist, dass Wildpflanzen stärker als bisher vermutet mit Neonicotinoiden kontaminiert sind und deren Nektar und Pollen somit ein zusätzliches Risiko für Bienen darstellt. Viele wildlebende Spezies werden erheblich geschädigt. Dazu gehören unter anderem Schmetterlinge, Käfer, Wasserinsekten, aber auch Vögel wie der Spatz und das Rebhuhn." (Greenpeace - Online)

Wenn ich vor 20 Jahren mit dem Auto durch die Landschaft gefahren bin, war die Windschutzscheibe und der Kühlergrill vom Auto voll mit Insekten. Das ist nun fast vorbei und in manchen Gegenden bleibt das Auto sauber. Ist das nun Gut oder Schlecht?

Was manche von uns für lästiges Ungeziefer halten, wie zum Beispiel: Mücken in der Nacht, Bienen und Käfer, sind in der Natur Bestäuber oder als Nahrungsgrundlage für viele Vögel. Das Insektensterben nimmt dramatische Ausmaße an!

Seit den 90iger Jahren werden Neonicotinoide massenhaft in der Landwirtschaft eingesetzt. Das Problem: es werden nicht nur Schädlinge getötet. Das Gift, welches bis zu 7.000 mal stärker ist als das längst verbotene DDT, steckt auch in der Blüte, im Pollen und im Nektar. Dadurch wird natürlich auch unsere Honigbiene und viele bestäubende Insekten vergiftet. Aber warum tun wir das eigentlich? Liegt doch der Selbstversorgungsgrad bei Getreide und Kartoffeln weit über 100 Prozent.

Nervengifte in der Landwirtschaft töten die Honigbiene

Die Nervengifte in der Landwirtschaft töten die Honigbienen in der Regel nicht unmittelbar, fügen ihnen aber massiven Schaden zu. Die Bienen werden orientierungslos, finden somit nicht wieder in den Stock zurück und gleichzeitig werden sie in der Kommunikation gestört. Somit nimmt auch die Widerstandskraft der Bienen zum Beispiel gegen die gefährliche Varroa-Milbe ab. Noch empfindlicher auf diese Nervengifte reagieren zum Beispiel Hummeln und Wildbienen, die bis zu 40 Prozent der Bestäubung übernehmen.


Keine Gifte wie Neonicotinoide mehr auf den Feldern



Wohin das führen kann zeigt China: Dort gibt es heute schon Gebiete, wo Wanderarbeiter die Bestäubung übernehmen, da es keine bestäubenden Insekten mehr gibt. An dieser Stelle möchte ich Dir den internationalen Bestseller aus Norwegen empfehlen: „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde. „Drei Familien, getrennt durch Jahrhunderte, unauflöslich verbunden mit der Geschichte der Bienen.“

„Wie alles mit allem zusammenhängt“

„Mitreißend und ergreifend erzählt Maja Lunde von Verlust und Hoffnung, vom Miteinander der Generationen und dem unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Sie stellt einige der drängendsten Fragen unserer Zeit: Wie gehen wir um mit der Natur und ihren Geschöpfen? Welche Zukunft hinterlassen wir unseren Kindern? Wofür sind wir bereit zu kämpfen?“

Tronder-Avisa „Dieser Roman wird ihnen noch lange im Kopf herumsummen.“ Dagbladez „Brillant, einfach wunderschön.“


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